Ein Parkplatzkonzept für den Körnerplatz
Ein Auszug aus der Rede Jan Kaboths am 1. März 2007 vor dem Stadtrat
Je länger man über einen Antrag diskutiert, um so mehr kann man ins natürlich ins Detail gehen. Wenn man das zugrunde legt, müsste der von der Bürgerfraktion am 25. Oktober gestellte Antrag zur Parkplatzkonzepterstellung für den Körnerplatz mittlerweile ein gesamtes Verkehrskonzept enthalten.
Die Ergänzungen während der Vorstellung unseres Antrages, vor allem im Ortsbeirat Loschwitz, sind natürlich wichtig und richtig und die Ihnen vorliegenden Ergänzungen tragen wir als Bürgerfraktion gern mit. Dass es aber vier Monate bis zu einer Beschlussfassung im Stadtrat braucht, ist gelinde gesagt traurig.
Ihnen liegt ein Änderungsantrag der Grünen vor, die nur noch ein Parkraumbewirtschaftungskonzept wollen. Entschuldigen Sie bitte, aber nur Parkautomaten aufzustellen ist wohl sehr kurz gedacht. Nur diese Aufstellung allein bringt weder für die Anwohner noch für die Gäste den gewünschten Effekt, wenn laut Hauptabteilung Mobilität 140 – 170 PKW-Stellplätze in diesem sensiblen Gebiet fehlen. Da können Parkautomaten können nur ein Baustein im Konzept sein.
Die Lösung des Gesamtproblems kann keine Einzelmaßnahme sein. Weitere Parkflächen sind an unterschiedlichen Stellen neu zu errichten, z.B. auch vorhandene Tiefgaragen für die Öffentlichkeit bereitzustellen, Konzepte zu entwickeln mit verschiedenen Varianten unter Einbeziehung der dort Lebenden und Betroffenen.
Am Körnerplatz hat sich inzwischen eine Bürgerinitiative zu diesem Problem gegründet – die gilt es mit einzubeziehen um auch noch Änderungswünsche zuzulassen. Das bedeutet für uns Bürgerbeteiligung.
Der neu gebauten Parkplatz an der Fidelio-F.-Finke Straße ist ausgelastet, was dazu führt, dass zur Zeit nicht nur der neu gestalteten Dorfplatz zugeparkt ist. Parkplatzsuchende fahren die kleinen Straßen hoch und runter. Es müssen also auch die Bewohner der liebevoll restaurierten Fachwerkhäuser geschützt werden oder, um ein Zitat eines Loschwitzer Bürgers zu verwenden:
“Anwohner, Fußgänger und Radfahrer sind wenigstens so schützenswert wie die grünen Grashalme.”
Die jetzt vorgeschlagenen Sofortmaßnahmen können zunächst nur zur kurzfristigen Entspannung der Situation beitragen. Im Sinne der Anwohner bitte ich Sie herzlich dem Antrag der Bürgerfraktion zuzustimmen.
01. März 2007 (redaktion) Veröffentlicht in Stadtentwicklung